Archiv der Kategorie: Technology

Vorsicht: Diätprodukte aus dem Internet oft gefährlich

Jetzt kommt der Frühling! Und wie jedes Jahr auch eine Welle neuer Diätprodukte. Am besten schnell im Internet bestellen? Vorsicht! Denn jedes dritte exotische Power-, Potenz- und Potenzmittel enthält illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie hat 70 Produkte unter die Lupe genommen.

Jeden Tag tauchen im Internet neue Firmen mit dubiosen Produkten auf. Und das macht eine Überwachung sehr schwierig – gerade, wenn sie in jedem Bundesland anders abläuft. Die vzbv fordert daher gleiche und hohe Sicherheitsstandards für alle Bundesländer. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) plant, virtuelle Marktplätze sicherer zu gestalten. Es hat daher eine Zentralstelle eingerichtet, die die Länder bei der Suche nach potentiell risikobehafteten Lebensmitteln unterstützt.

Auch vom QR-Code und dem so genannten Mobile Tagging ist in Zukunft einiges zu erwarten. Der Code verbindet die Lebensmittelverpackung mit dem Internet und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit mit dem Mobiltelefon. Kunden scannen den Code mit dem Smartphone und es erscheinen Produktinformationen und Herkunftsangaben auf dem Display.

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Wie sieht die Kasse der Zukunft aus?

Das EHI Retail Institut hat gerade die Studie „Kassensysteme 2012“ veröffentlicht. 61 Handelsunternehmen standen dabei Rede und Antwort. Zu den Trends zählen Green-IT, Touchscreens und kontaktlose Bezahlverfahren.

Wissen Sie, wie lange eine Kasse beim Händler steht? Im Schnitt 5,4 Jahre – dann ersetzt er sie. Die Software hat eine längere Lebensdauer: sie schafft es immerhin knapp sieben Jahre. Und worauf achten Unternehmen beim Neukauf? Besonders auf die Umweltfreundlichkeit. Unter „Green IT“ verstehen sie dabei aber weniger das Ziel, Energiekosten zu sparen, als vielmehr die Investition in nachhaltige Produkte. Und auch Touchscreens erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Kein einziges Unternehmen des Panels möchte in Zukunft darauf verzichten. Sie alle sind von den Vorteilen gegenüber der Tastatur überzeugt.

Die Unternehmen wünschen sich in Zukunft mehr Funktionalitäten. Ein Beispiel: Der Unterhaltungselektronik-Markt „Euronics“ druckt schon heute auf jeden Kassenbon einen QR-Code. Scannt der Kunde ihn mit dem Smartphone, so gelangt eine digitale Kopie des Kassenbons auf seinen Kunden-Account. Er kann das Papier dann getrost wegschmeißen. Händler legen einen weiteren Focus auf mobile und kontaktlose Bezahlverfahren. Das hat die Messe EuroCIS gezeigt: Itellium und Paypal warben für das Bezahlen mit dem Handy, die Sparkassen für Karten mit Funkchip. Für den Handel ist längst nicht klar, wohin die Reise geht. Fest steht aber: Die Zukunft des Bezahlens ist kontaktlos.

Eigentlich genau wie beim Zahnarzt

Kennen Sie Photoinitiatoren? Wenn Sie beim Zahnarzt schon einmal eine moderne Kompositfüllung bekommen haben, hatten Sie ihn sogar schon im Mund. Der Arzt aktiviert ihn mit Lichtenergie, so dass die Füllung augenblicklich aushärtet. Bei Druckfarben auf Etiketten funktioniert das genauso. Doch hier hat die Sache einen Haken.

Herkömmliche Photoinitiatoren sind Partikel, die so klein sind, dass sie nicht fest im Material gebunden sind, sondern auf dessen Oberfläche wandern und sogar ihren Weg ins Lebensmittel finden. Zwar ist bislang kein Fall bekannt, in dem diese Partikel nachweislich Gesundheitsschäden auslösten, doch bestätigt das Umweltbundesamt, dass derzeit noch große Wissenslücken bestünden. Bizerba geht daher auf Nummer sicher und stellt auf Low-Migration-Farben um.

Das Unternehmen hat zuerst in eine neue Farbmischanlage investiert und mischt nun alle Farbtöne selbst. Da dabei ausschließlich Low-Migration-Farben zum Einsatz kommen, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass von den Etiketten keine Gefahr ausgeht.

Das große Klauen

Die deutschen Langfinger sind fleißig. Sie klauen jährlich Waren im Wert von 3,7 Milliarden Euro (Quelle: EHI). Eine Dunkelziffer kommt hinzu, die für offene Münder sorgt: rund 30 Millionen Diebstähle bleiben unentdeckt. Auf der Wunschliste der Diebe ganz oben stehen Rasierklingen und Spirituosen, Kosmetik und Tabakwaren, DVDs und Konsolenspiele.

Händler investieren rund 0,3 Prozent ihres Umsatzes, um Ladendieben einen Riegel vorzuschieben. Sie beschäftigen Detektive, installieren Kameras, schulen das Personal und sichern die Waren mit neuen Technologien. Und Viele interessieren sich für RF-Etiketten (Radio Frequency). Sie haben kleine, unsichtbare Transponder auf der Rückseite. Dieser Schutz legt dem Marketing keine Steine in den Weg, denn er ist wesentlich diskreter als die gängige Alternative: Spirituosen in Vitrinen einzuschließen oder klobige, elektronische Kapseln am Flaschenhals  zu befestigen.

Der Autor Richard Thiess hat ein Buch veröffentlicht, das Händlern genau erklärt, wie sie rechtlich mit Langfingern umgehen dürfen und sollten. Es heißt „Ladendiebstahl – erkennen, verhindern, verfolgen“ und beinhaltet einige nützliche Tipps, die oft auch verblüffen. So darf man einen Dieb nicht gegen dessen Willen untersuchen – selbst, wenn man ihn schon festgenommen hat. Seltsam, oder?

Schutz vor Bisphenol-A

Kennen Sie Bishenol-A? Die Industriechemikalie, kurz BPA, kommt in Plastikgeschirr, Konservendosen und Thermopapieren vor und macht seit einiger Zeit die Runde in den Medien. Denn einige Experten vermuten, dass sich BPA unter anderem in den weiblichen Hormonhaushalt einmischt. Zeit also auch für Etikettenhersteller, Stellung zu beziehen.

Bizerba produziert seit über 25 Jahren Etiketten im unternehmenseigenen Werk in Bochum und hat die Produkte schon vor der BPA-Diskussion angepasst: Bizerba kann bei den meisten Etiketten technisch auf Bisphenol-A verzichten. Die Übrigen verfügen über einen speziellen Oberflächenschutz mit einer zusätzlichen Lackierung, die verhindert, dass BPA über die Haut in den Körper gelangt. Auch Kassiererinnen, die überdurchschnittlich viel Kontakt mit Etiketten haben, können also beruhigt aufatmen.

Das Funkgeld kommt

Die deutschen Banken und Sparkassen führen in diesem Jahr die neue Bezahlkarte „girogo“ ein. Das Wühlen nach Kleingeld könnte uns dadurch in Zukunft erspart bleiben: Beträge bis 20 Euro  lassen sich über einen Funkchip begleichen – ohne PIN, ohne Unterschrift. Unternehmen starten derzeit die ersten Feldtests, unter ihnen Douglas, Esso und Edeka. Sie erhoffen sich vor allem kürzere Wartezeiten an der Kasse.

Die Sparkassen geben in diesem Jahr rund 16 Millionen neue Karten aus. Die EC-Cash-Betreiber, die den Handel mit Terminals und Softwareanbindungen versorgen, brüten derweil über Preismodellen für das neue Kartenverfahren. Die Hersteller von Kassensystemen, unter ihnen auch Bizerba, konzipieren ihre Systeme mittlerweile nach offenen Standards, so dass man sie jederzeit um neue Soft- und Hardware erweitern kann.

Die Grenze von 20 Euro scheint wohl bedacht, denn rund 80 Prozent der Einkäufe im Einzelhandel kosten bis 20 Euro. Und Kunden bezahlen diese in 95 Prozent der Fälle in bar. Bei höheren Beträgen kommt vor allem die Girocard ins Spiel, denn sie ist mit 90 Millionen Stück die am weitesten verbreitete Zahlkarte. Die neue Funktion girogo könnte also auf fruchtbaren Boden fallen.

Die süße Krise

Der deutschen Süßwarenindustrie geht der Zucker aus. Die ersten Hersteller müssen bereits Export-Aufträge ablehnen. Der Bund der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) macht unter anderem das planwirtschaftliche Quotensystem der Zuckermarktverordnung verantwortlich. Dieses regelt, dass die EU selbst nur 85 Prozent des benötigten Zuckers herstellen darf, während Drittländer die restlichen 15 Prozent importieren. Ist das nun gut oder schlecht? Darüber streiten die Experten derzeit. Der EU-Agrarkommissar Dacia Ciolos plant, das System bis 2015 auslaufen zu lassen.

Der BDSI geht davon aus, dass dadurch mehr Wettbewerb in den europäischen Zuckermarkt kommt, und dass sich die starken Preisschwankungen entsprechend beruhigen. Auch das Infozentraum Zuckerverwender (IZZ) ist der Meinung, es sei nun Zeit, der Globalisierung Rechnung zu tragen. Entsprechend müsse man den deutschen Zuckerverwendern mittelfristig den freien Zugang zum Weltmarkt gewähren. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen schlägt das IZZ vor, der Lebensmittelindustrie und der Getränkewirtschaft bei der Zuckerverteilung Vorrang zu gewähren und den Unternehmen auch den so genannten Nicht-Quoten-Zucker zur Verfügung zu stellen, der eigentlich zum Export gedacht war.

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) ist übrigens ganz anderer Meinung. Die jetzige Zuckermarktordnung sei ein Garant für ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Sie erlaube es, effektiv und flexibel sowohl auf Überschuss-, als auch auf Knappheitssituationen zu reagieren. Würden die Produktionsquoten aufgegeben, so würden die Preisschwankungen auf den internationalen Märkten auf die Rüben- und Zuckererzeuger durchschlagen – und auch auf die europäischen Verbraucher.